Tenova LOI Thermprocess arbeitet gemeinsam mit DMV Tubes Italy in einem EU-geförderten Innovationsprojekt daran, Prozessgas aus Glühöfen als Brennstoff wiederzuverwenden. Diese erstmals realisierte Lösung senkt den Primärenergieverbrauch um mehr als 40 % – ein wichtiger Schritt hin zu energieeffizienter und nachhaltiger Wärmebehandlung.
Bei der Herstellung nahtloser Edelstahl-Präzisionsrohre ist das Blankglühen entscheidend für die finalen Produkteigenschaften. In den Rollenherdöfen von Tenova LOI Thermprocess erfolgt dieser Prozess kontinuierlich unter reinem Wasserstoff (100 % H₂) bei bis zu 1.200 °C. Üblicherweise wird der eingesetzte Wasserstoff nach dem Prozess abgeführt.
In einem kofinanzierten EU‑Projekt wurde erstmals ein System entwickelt, das den verbrauchten Wasserstoff aus dem Ofen zurückgewinnt und als Brennstoff in neuen TENOVA H₂‑Brennern nutzt. Wenn rund zwei Drittel des eingesetzten H₂ erfasst werden, lässt sich der Primärenergiebedarf für das Erwärmen der Rohre um etwa 47 % reduzieren.
Diese Technologie wird künftig auch in weiteren Rollenherdöfen von Tenova LOI Thermprocess eingesetzt, die Prozessgase mit hohem Wasserstoffanteil verwenden. Dadurch sinken sowohl der CO₂‑Fußabdruck als auch die Betriebskosten erheblich.