30/06/2010

TU und Metallbranche bringen Denkfabrik auf den Weg

Mitte Juni haben eine Delegation des Metall-Unternehmertisches (MUT) und Vertreter beider Clausthaler Einrichtungen die Gründung einer gemeinsamen Denkfabrik vertraglich auf den Weg gebracht.

Der MUT ist eine seit 2007 bestehende Vereinigung von namhaften Betrieben, die jährlich mehr als zehn Milliarden Euro umsetzen und die zum Teil von Clausthaler Absolventen geführt werden. Die neue Initiative wird den Namen „MUTUC – die Metalldenkfabrik“ tragen.
MUTUC steht für die Abkürzung des Metall-Unternehmertisches übergehend in das Kürzel der TU Clausthal (TUC). „Unsere Universität ist in hohem Maße daran interessiert, diese Kooperationen einzugehen“, betonte TU-Präsident Professor Thomas Hanschke bei der Vertragsunterzeichnung. Durch die Partnerschaft stärke die Harzer Hochschule ein gutes Stück weit ihre Wurzeln im Bereich der Metalle.

Zweck der Initiative ist es laut Vertrag, neues Wissen und neue Informationen um Prozesse und Technologien zu erarbeiten. In die Themengestaltung der künftigen Projekte werden sich die Metallunternehmer weiter aktiv einbringen. Einzelne Fachausschüsse zu Rohstoffen, Energie und Zeit sollen die Ideengrundlage der Denkfabrik bilden. Das erarbeitete Wissen kommt insbesondere allen Mitgliedern der Vereinigung, aber auch der deutschen Metallindustrie zugute.

Inhaltlich war die Partnerschaft bereits Ende Februar vorbereitet worden. Damals hatte eine Abordnung des Metall-Unternehmertisches die TU Clausthal zwei Tage lang besucht. Als Resümee hatte Dr. Hans-Bernd Pillkahn aus dem MUT-Vorstand formuliert: „Die strategische Ausrichtung der TU Clausthal und die Zukunftsfragen der deutschen Metallindustrie sind vielfach deckungsgleich.“ Pillkahn wird dem künftigen MUTUC-Vorstand auf Seiten der Metaller ebenso angehören wie Professor Volker Wesling, der TU-Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer, für die Universität und Professor Otto Carlowitz für die CUTEC.

In der bisherigen Projektarbeit hat die TU Clausthal mit Unterstützung des Metall-Unternehmertisches beispielsweise auf dem Gebiet der Automatischen Identifikation und Datenerfassung (Auto ID) ein Montan-Leistungscluster für AutoID-Technologien (MonLAID) gegründet. Vorhaben für die weltweit agierenden Unternehmen Bilstein, Rheinzink und Wuppermann sowie die Benteler Stahl/Rohr wurden umgesetzt. „In zwei Jahren der Zusammenarbeit ist hier schon eine solide Basis zu diesen die Zukunft der Logistik bestimmenden Hochtechnologien gelegt worden“, bestätigte Pillkahn. Weitere Projekte im Bereich der Rohstoffeffizienz mit einem Volumen von rund fünf Millionen Euro laufen etwa mit der CUTEC und dem Institut für Aufbereitung der TU.