21/07/2010

Stromerzeugung auf hoher See

Im Frühjahr dieses Jahres wurde der erste deutsche Offshore-Windpark vor der Insel Borkum in Betrieb genommen. Weitere Offshore-Windparks befinden sich in Planung und Bau. Da der Bedarf nach fachlichem Austausch entsprechend groß ist, veranstaltet das VDI Wissensforum am 26. und 27. Oktober 2010 die Fachkonferenz „Offshore-Windenergieanlagen“ in Bremerhaven.

„Die Windenergie steht erst am Anfang ihres technischen Offshore-Einsatzes. Wechselnder Wind, meterhohe Wellen, salzhaltige Luft und Temperaturwechsel – für die Windanlagen auf hoher See sind die Umweltbedingungen eine echte Herausforderung“, sagt Konferenzleiter Dr. Hans-Gerd Busmann, Leiter des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik. Herausforderungen sind zudem die Wassertiefe von 30 bis 40 Meter, die Erreichbarkeit weit vor den Küsten, hohe Kosten für Netzanbindung, Service und Wartung.

Entsprechend setzt sich das Programm der Konferenz zusammen: Die Schwerpunkte sind „Technische Zuverlässigkeit“, „Dynamik von Windenergieanlagen auf hoher See“ und „Service-, Wartungs- und Überwachungskonzepte“. Unter anderem wird Wilfrid Hube, Gesamtprojektleiter des Offshore-Windparks Alpha Ventus, über die Erfahrungen berichten, die er bei Planung, Bau und Inbetriebnahme gesammelt hat. Weitere Referenten kommen von AREVA-Multibrid, REpower Systems, Germanischer Lloyd, Siemens Wind Power und vielen weiteren Unternehmen.

Eine Exkursion zum Thema „Fertigung und Konstruktion von Offshore-Windenergieanlagen“ mit fachlichen Erläuterungen rundet die Konferenz ab. Neben einer Fahrt durch den Offshore-Hafen stehen die Besichtigung des Jacket-Prototyps, des Tripod-Prototyps sowie Werksbesichtigungen bei AREVA-Multibrid oder bei REpower Systems auf dem Programm.

Für alle Interessierten findet am 28. Oktober eine ergänzende Spezialkonferenz zu den Themen „Tragstrukturen, Installation und Logistik“ statt.