12/03/2012

Open Grid Europe baut Netzengpässe ab

Deutschlands führender Ferngastransporteur Open Grid Europe baut das Ferngasnetz weiter aus und verbessert damit sowohl den innerdeutschen als auch den grenzüberschreitenden Transport.

Am Dienstag, 6. März 2012, begann das Essener Unternehmen mit dem Bau einer 67km langen Erdgasleitung, die von Sannerz (Hessen) nach Rimpar (Bayern) führt. Insgesamt wird Open Grid Europe rund 130 Millionen Euro investieren, damit ab Oktober zusätzliche Transportkapazitäten zur Verfügung stehen.

Die Leitung "Sannerz-Rimpar" wird als so genannter "Loop" weitgehend parallel zu der bestehenden Leitung "Rimpar-Schlüchtern" verlegt und dient unter anderem der Versorgung regionaler Abnehmer (Stadtwerke, Industriebetriebe) in Bayern und Hessen.

"Die Leitung ist eine wichtige Verbindung im europäischen Erdgastransportnetz. Mit den zusätzlichen Nord-Süd-Kapazitäten bauen wir Netzengpässe ab und schaffen zusätzliche Transportkapazitäten Richtung Österreich, Italien und Frankreich", hebt Heinz Watzka, Geschäftsführer Technik bei Open Grid Europe, hervor.

Der Ausbau ist Teil der Maßnahmen, die im Rahmen des sogenannten Open Season Verfahrens ermittelt wurden. Ein Verfahren, das nach europäischen Vorgaben durchgeführt wurde, um eine effiziente, marktgerechte, umweltfreundliche und auch verbrauchergerechte Erweiterung des Gasnetzes zu ermöglichen.

Hintergrund: Daten und Fakten

67 Kilometer lang wird die neue Erdgasleitung zwischen der Schieberstation Sannerz im hessischen Main-Kinzig-Kreis und der Verdichterstation Rimpar bei Würzburg sein (10 km durch Hessen / 57 km durch Bayern).

1,5 Millionen Kubikmeter pro Stunde werden zukünftig durch die Leitung transportiert, Hochgerechnet auf ein Jahr würde die Menge reichen, um fast fünf Millionen Haushalte für ein Jahr mit Erdgas zu versorgen.

28 500 Tonnen Stahl werden für die Leitung von Sannerz nach Rimpar "verbaut". Dafür werden insgesamt über 3800 Rohre mit jeweils ca. 1 Meter Durchmesser, etwa 18 Metern Länge und etwa 7,5 Tonnen Gewicht verlegt. Die Stahlrohre werden zu Strängen verschweißt und mindestens 1 Meter unter der Erde verlegt. Sie sind für einen Betriebsdruck von bis zu 100 bar ausgelegt und durch eine Kunststoffumhüllung aus Polyethylen vor Korrosion geschützt.

Quelle: Open Grid Europe GmbH