07/03/2011

Millioneninvestition in die Versorgungssicherheit

Der Startschuss fällt am Montag, 14. März 2011 mit dem Bau eines neuen Betriebsgebäudes auf dem Umspannwerksgelände. Bis Ende 2012 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Etwa achteinhalb Millionen Euro investiert die EnBW in dieses Projekt, das die Stromversorgung in weiten Teilen des Gebiets zwischen Reutlingen und Nürtingen für die kommenden Jahrzehnte sichert. Denn Metzingen ist ein bedeutender Knotenpunkt des regionalen Stromnetzes. In dem Umspannwerk im Norden der Stadt wird die elektrische Energie aus der 380-kV-Ebene mithilfe von drei Transformatoren in das 110-kV-Netz gespeist. Zur weiteren Verteilung des von Wendlingen kommenden Stroms gehen von hier aus Hochspannungsleitungen nach Dettingen/Erms, Reutlingen, Pfullingen, Oferdingen, Neckartenzlingen und Nürtingen.

Die jetzige 110-kV-Anlage des Umspannwerks stammt aus den 70er Jahren und nähert sich dem Ende ihrer Betriebsdauer. Die neue Anlage, die in den kommenden Monaten direkt neben der bestehenden errichtet wird, zeichnet sich durch eine kompaktere Bauweise aus. Sie wird etwa 15 Prozent weniger Platz in Anspruch nehmen und die Betriebsgeräusche der Schaltanlage werden deutlich geringer ausfallen. Eine neue Struktur sorgt außerdem für einen optimierten Anlagenbetrieb. "Für einen weiterhin sicheren Betrieb tauschen wir die verhältnismäßig wartungsintensiven gegen moderne Betriebsmittel aus. Außerdem nutzen wir somit die vorhandene Fläche optimal aus", sagt Projektmanager Daniel Pape vom Technischen Netzservice der EnBW Regional AG. Damit die Stromversorgung auch während des Umbaus gesichert ist, werden zeitgleich Veränderungen im Hochspannungsnetz rund um Metzingen vorgenommen. Diese ermöglichen eine geänderte Netzführung und damit eine Entlastung der Anlage in Metzingen.

Im Zuge der Erneuerung müssen innerhalb des Umspannwerks auch neue 110.000-Volt-Kabel verlegt werden. Sie haben einen Querschnitt von 1.600 Quadratmillimeter. Zum Vergleich: Ein Kabel, das im Haushalt die Steckdose mit Strom versorgt, hat einen Querschnitt von 1,5 Quadratmillimeter. Bis aber mit den Arbeiten an der Schaltanlage begonnen werden kann, dauert es noch ein knappes halbes Jahr. Pape schätzt, dass es im August soweit sein wird.

Vorher steht der Bau eines eingeschossigen Flachdachgebäudes auf dem Plan, das die Steuerungs- und Überwachungstechnik beherbergen wird. Neben dem Betriebsgebäude wird außerdem ein so genanntes Abspannportal errichtet, das die eingehenden Freileitungen aufnimmt und mit 16 Metern Höhe für genügend Abstand zu angrenzenden Gebäuden sorgt. Mitte 2012 kommt dann noch ein 37 Meter hoher und 33 Tonnen schwerer Hochspannungsmast auf dem Umspannwerksgelände hinzu.

Wenn die neue Schaltanlage steht, werden abschließend die drei Transformatoren umgesetzt. Und sollte der Leistungsbedarf in der Region zunehmen, kann das Umspannwerk später problemlos erweitert werden.

Quelle: EnBW Regional AG