Leoni entwickelt Magnetpuls-Crimp-Technologie weiter

Runde neutrale Verbindungselemente als Zukunftslösung für die Aluminium-Kupfer-Kontaktierung

© LEONI AG

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Leoni, der führende europäische Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche und weitere Industrien, intensiviert die Erforschung der Magnetpuls-Crimp-Technologie (MPC) in Zusammenarbeit mit BMAX, einem weltweit führenden Hersteller von Magnetpuls-basierten Systemen für Serienproduktionen.

Im Fokus steht der Einsatz der MPC-Technologie als neues Verfahren für eine robuste und zuverlässige Verbindung zwischen Aluminiumleitung und Kupferkontakt.

Die „Tubular Neutral Junction“ (TNJ) stellt dabei die erste konstruktive Lösung dar, die mit dem MPC-Verfahren erzielt werden kann.

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Alternative zum mechanischen Crimpen und Ultraschallschweißen: Durch das MPC-Verfahren ist kein mechanischer Kontakt mit den Werkstücken erforderlich – auf diese Weise werden Oberflächenkontamination, Bearbeitungsspuren und Verschleiß der Werkzeuge verhindert.
Quelle: LEONI AG

Durch die Entladung gespeicherter elektrischer Energie erzielt das MPC-Verfahren eine magnetische Verformung – dabei wird elektrische Energie in elektromagnetische Felder umgewandelt, die in Höchstgeschwindigkeit zu einer Verpressung metallischer Verbindungskomponenten führen.
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Die „Tubular Neutral Junction“ (TNJ), ein rohrförmiges neutrales Verbindungselement, schafft eine robuste Schnittstelle zwischen Aluminium und Kupfer – diese Schnittstelle stellt die Verbindung zu Standardkomponenten des Fahrzeugs, wie Kontaktteile und Steckverbinder, her.
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MPC ist eine technische und ökonomische Alternative zum mechanischen Crimpen und Ultraschallschweißen, das durch die Entladung gespeicherter elektrischer Energie eine magnetische Verformung erzielt. Bei dem Verfahren wird elektrische Energie in elektromagnetische Felder umgewandelt, die wiederum in Höchstgeschwindigkeit zu einer Verpressung metallischer Verbindungskomponenten führen.

Diese extreme Geschwindigkeit und Impulswirkung sorgen für eine starke plastische Verformung und schaffen mithilfe eines rohrförmigen neutralen Verbindungselements eine robuste Schnittstelle zwischen Aluminium und Kupfer. Diese Schnittstelle stellt die Verbindung zu Standardkomponenten des Fahrzeugs, wie Kontaktteile und Steckverbinder, her.

Während die Zykluszeit des MPC-Verfahrens mit dem mechanischen Crimpen oder Ultraschallschweißen vergleichbar ist, ist kein mechanischer Kontakt mit den Werkstücken erforderlich – somit werden Oberflächenkontamination, Bearbeitungsspuren und Verschleiß der MPC-Werkzeuge verhindert. Die Leoni-MPC-Schnittstelle bietet zwei unterschiedliche konstruktive Lösungen, die beide robuste elektrische und physikalische Verbindungen darstellen.

Beide Verbindungsgeometrien, TNJ und DDNJ (Deep Drawing Neutral Junction), sorgen für eine zuverlässige Kontaktierung des Aluminiumkabels und verhindern galvanische Korrosion. Damit können nahezu alle verfügbaren Kontakte mit dem Kabelsystem verbunden werden.

Darüber hinaus hat Leoni Lösungen für Aluminium-Powerleitungen entwickelt, bei denen Ultraschallschweißen oder ein Löt- und Crimp-Verfahren eingesetzt werden. Diese Systeme befinden sich seit 2010 in Serienproduktion.

Für rohrförmige Kontaktteile und Hochleistungsschnittstellen wird das MPC-Verfahren Leoni-Kunden eine wertvolle Anschlusstechnik bieten.

Quelle: LEONI AG