19.09.2008

Kunststoffbauteile zeitgemäß entwickeln - Möglichkeiten und Grenzen des CAE

Experten aus Industrie und Forschung werden aktuelles Know-how zum Thema vermitteln. Tagungsleiter und Moderator der Veranstaltung ist Professor Dr. Markus Stommel, Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe der Universität des Saarlandes, Saarbrücken.

Die Auslegung und Entwicklung von Kunststoffbauteilen ist einem rasanten Wandel unterlegen. Der Trend geht hin zu einem vermehrten Einsatz von Simulationsprogrammen bei der Konstruktion, Dimensionierung und Prozessoptimierung. Dank steigender Rechnerkapazitäten und der konsequenten Weiterentwicklung von Software-Tools können erheblich umfangreichere und gleichzeitig bessere Prognosen hinsichtlich der Bauteileigenschaften getroffen werden. Dabei sind die Programme in der Lage, das komplexe Materialverhalten der Kunststoffe zu berücksichtigen und mehrdimensionale Beanspruchungszustände nachzustellen. So kann die aufwändige und vor allem kostenintensive Bauteilprüfung an Prototypen und seriennahen Bauteilmodellen deutlich reduziert werden. Zudem kann der Einsatz des CAE den Zeitbedarf für die Produktentwicklung minimieren, so dass kürzere Entwicklungszeiten möglich sind. Dies ist gerade bei der Berücksichtigung steigender Anforderungen an Funktionalität, Preis und Entwicklungsdauer von Kunststoffbauteilen ein wichtiges Argument.

Die Fachtagung des IKV zeigt auf, an welchen Stellen im Produktentwicklungszyklus eine rechnergestützte Konstruktion und Dimensionierung von Kunststoffbauteilen möglich ist. Daneben soll die Produktentwicklung auch aus der Sicht des Projektmanagers beleuchtet werden. Es wird dabei deutlich, welche Anforderungen an die industrielle Bauteilentwicklung gestellt werden, die im Wechselfeld von terminlichen und finanziellen Randbedingungen stattfindet, und welche modernen CAE-Methoden verwendet werden können, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Quelle: idw