27.04.2011

Fast jedes vierte KMU läuft Gefahr, wichtige Unternehmensdaten endgültig zu verlieren

Umso verheerende wäre ein Verlust dieser Daten. Der Online-Ratgeber "IT-Sicherheit" des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) zeigt Mängel bei der Umsetzung der Datensicherung auf.

Bei einem Verlust der Unternehmensdaten wäre entweder ein erheblicher Zeitaufwand zur Rekonstruktion der verlorengegangenen Daten erforderlich oder, im schlimmsten Fall, wären die Informationen unwiederbringlich dahin. Um diesem Worst-Case-Szenario vorzubeugen, sind Datensicherungen in angemessenen zeitlichen Intervallen unerlässlich. Der großen Bedeutung von Datensicherungen ist sich die große Mehrheit der Teilnehmer des Online-Ratgebers "IT-Sicherheit" durchaus bewusst. So gaben 77,7 Prozent der knapp 550 Teilnehmer an, regelmäßig ihre Unternehmensdaten zu sichern.

Zeitgleich bedeutet dieser Wert jedoch, dass knapp ein Viertel der Teilnehmer (22,3 Prozent) im Bereich der Datensicherung nachlässiger verfährt. 9 Prozent gaben an, überhaupt keine Datensicherung zu praktizieren, ca. 13 Prozent sichern ihre Daten nur unregelmäßig oder in großen zeitlichen Intervallen von bis zu sechs Monaten. Im Falle eines Datenverlusts, z. B. infolge einer Systeminfektion durch eine Schadsoftware oder physischer Beschädigung des Datenträgers, müsste gut ein Viertel der Teilnehmer mit einem signifikanten Schaden rechnen.

Der Online-Ratgeber IT-Sicherheit

Der Ratgeber wurde vom Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekts "Online-Ratgeber-Vereinheitlichung" entwickelt. Beteiligt waren die Projektpartner ECC Handel, das KLICK Rheinland Pfalz, die IT-Akademie Mainz und der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg als Partner aus dem Verbundprojekt "Sichere E-Geschäftsprozesse in KMU und Handwerk" des NEG.

Mit dem Online-Ratgeber zum Thema IT-Sicherheit kann jeder unter http://ris.ecc-ratgeber.de kostenlos ein Beratungswerkzeug nutzen, das es ermöglicht, in wenigen Schritten eine neutrale Einstiegsberatung zum professionellen IT-Sicherheitsmanagement zu erhalten.

Mit dem Ergebnis können Unternehmen überprüfen, ob sie die Grundanforderungen an die Basissicherheit, die organisatorischen sowie die rechtlichen Anforderungen der IT-Sicherheit in ihrem Unternehmen bewältigen. Somit stellt der Ratgeber eine Standortbestimmung mit Handlungsempfehlungen dar.

Quelle: Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG),
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)