03/09/2008

Erdgasbranche unterstützt TU Clausthal mit sechsstelligem Betrag

In den kommenden fünf Jahren investieren die drei Wirtschaftsunternehmen insgesamt eine halbe Million Euro in die Stelle, die am Institut für Erdöl- und Erdgastechnik angesiedelt und bereits ausgeschrieben ist.
Die Einführung des Energiewirtschaftsgesetzes im Juli 2005 und die zunehmende Liberalisierung des europäischen Gasmarktes haben die Industrie vor große Herausforderungen gestellt, die eine wissenschaftliche Unterstützung erfordern. "Wir haben diese Entwicklung vorhergesehen und die Aktivitäten in Lehre und Forschung bereits in 2001 auf den Bereich Gasversorgung ausgeweitet und im Jahr 2004 ein Gas Competence Center geschaffen. Durch die Einrichtung der Stiftungsprofessur erhalten diese Aktivitäten eine hervorragende Unterstützung und die ihnen angemessene Bedeutung", sagt Institutsleiter Professor Kurt M. Reinicke.

Die Stiftungsprofessur "Gasversorgungssysteme" soll möglichst noch im Wintersemester 2008/09 besetzt werden. Durch deren Einrichtung soll anerkannte, unabhängige Kompetenz für alle technisch-wissenschaftlichen Aspekte im Zusammenhang mit der Liberalisierung des Gasmarktes zur Verfügung gestellt werden. Schwerpunkte der Forschung werden sein: Kapazitäten in komplexen Transportsystemen, Sicherheit der Gasversorgung sowie Transportentgelte. Die Bearbeitung der Themen wird bei Bedarf institutsübergreifend in Kooperation mit den Clausthaler Instituten für Wirtschaftswissenschaften, Berg- und Energierecht sowie Elektrische Energietechnik erfolgen. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit der Industrie und den Interessenverbänden, wie beispielsweise der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW), eine wesentliche Rolle spielen.

Schwerpunkt der Lehre am Clausthaler Institut für Erdöl- und Erdgastechnik ist zunächst die Anerkennung des mit den Universitäten Freiberg (Sachsen), Krakau (Polen), Ploiesti (Rumänien), Stavanger (Norwegen) und Twente (Niederlande) entwickelten Studienangebotes Master "European Gas Engineer". Es soll im nächsten Studienjahr eingeführt werden. Damit würde ein für den Bereich Gasversorgung europaweit einheitlicher Studiengang geschaffen.

Quelle: idw