26/01/2011

17. Kolloquium Bohr- und Sprengtechnik

„Die Veranstaltung bietet eine der wichtigsten Plattformen für die Präsentation technischer und wirtschaftlicher Optimierungen und Innovationen“, sagte Professor Oliver Langefeld, Bergbau-Experte und Vizepräsident für Studium und Lehre der TU Clausthal. Außerdem sei das Kolloquium in der Branche zu einer Institution für Erfahrungsaustausch geworden, speziell im deutschsprachigen Raum, betonte Professor Hossein Tudeshki, Leiter des ausrichtenden TU-Instituts für Bergbau.

Am langjährigen Erfolg der Konferenz, die es alle zwei Jahre im Oberharz gibt, hat nicht zuletzt Professor Heinz-Walter Wild seinen Anteil. Der Wissenschaftler, von 1974 bis 1995 Lehrbeauftragter für „Sprengtechnik“ an der TU Clausthal, ist einer der Initiatoren der Veranstaltung. Auf der 17. Auflage hielt der 82-Jährige das erste von insgesamt 20 Fachreferaten. Im Mittelpunkt des Beitrags stand der Begehungstunnel zur Felsenkirche in Idar-Oberstein. „Noch heute, 30 Jahre nach den Sprengungen, steht der Tunnel wie eine Eins“, sagte Wild. Auch an das erste Kolloquium für Bohr und Sprengtechnik erinnerte er sich: „Es fand Anfang Dezember 1976 mit 80 Teilnehmern im bergmännischen Hörsaal statt.“

Zu dieser Zeit begann Gerd Grimmig ein Bergbaustudium an der TU Clausthal. Nach seinem Abschluss 1981 nutzte er das Kolloquium vielfach, um an den Ursprung seiner Karriere zurückzukehren: „Die Veranstaltung bietet ein Forum, wo die Universität mit Bergbau-Unternehmen, der Zulieferindustrie und Behörden zusammentrifft. Hier werden Netzwerke gebildet, beispielsweise, um sich gegen die Überregulierung in unserem Wirtschaftszweig zu engagieren.“

Neben den Fachvorträgen – auch über Projekte in Russland und Madagaskar wurde referiert – gab es eine Ausstellung mit 15 Firmen und einen Bergmännischen Abend. „Die meisten Teilnehmer wollen zur 18. Auflage des Kolloquiums in zwei Jahren wiederkommen“, freute sich das Organisatoren-Duo Diplom-Wirtschaftsingenieur Heiner Berger und Master of Science Mirco Kappler. Wer keine zwei Jahre auf das nächste Clausthaler Bergbau-Event warten will, kann bereits im Januar 2012 beim 5. Kolloquium Fördertechnik im Bergbau dabei sein.

Quelle: Technische Universität Clausthal