Neue Produktionslinien für Glasfaserkabel
Ein wichtiger Glasfasermarkt sind für Hexatronic die USA. Neue Produktionslinien für Glasfaserkabel möchte das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 in Betrieb nehmen. „Dies ist ein wichtiges Signal an unsere US-Kunden. Wir bauen die Produktion auf, um unsere Position als lokaler Hersteller deutlicher zu festigen“, erklärt Hexatronic.
TKH hat bereits eine Produktionsstätte für Glasfaserkabel in Polen eröffnet. Mit dieser neuen Anlage verdoppelt das Unternehmen seine Produktionskapazität für Glasfaserkabel in Europa und ersetzt damit teilweise die Produktionskapazität in China. Die gesamte Produktionsfläche umfasst 10.000 Quadratmeter, die der Glasfaserkabelproduktion gewidmet ist.
CommScope kündigte eine Erhöhung der Glasfaserkabelproduktion in den USA an, um den Breitbandausbau in unterversorgten Gebieten zu beschleunigen. Daher investierte das Unternehmen 47 Millionen US-Dollar in den USA zur Erweiterung der Produktion. Im Zentrum steht die Herstellung von HeliARC-Leitungen. Dabei handelt es sich, so CommScope, um ein kleineres und leichteres Kabel, das eine schnellere Installation und geringere Bereitstellungskosten ermöglichen soll.
Auch AFL investiert – mehr als 35 Millionen US-Dollar – in die Erweiterung seiner US-amerikanischen Glasfaserkabel-Produktionsstätten. Ziel sie es, den Breitbandausbau und die Modernisierung des Stromnetzes zu unterstützen.
Messgeräte für eine präzise Qualität
Die Anforderungen bei der Herstellung von Glasfaserkabeln sind allerdings alles andere als gering: „Die Herstellung von Glasfaserleitungen unterliegt ihren eigenen Gesetzen und Herausforderungen“, betont Kurre Systems. Gerade die Produktion großer Längen mit vielen Einzelfasern sei eine anspruchsvolle Aufgabe. Um hochwertige Glasfaserleitungen effizient und schonend herzustellen, setzt Kurre Systems auf die Vorproduktion von Faserbündeln mithilfe eines hochmodernen Haltewendelspinners. Das Unternehmen habe nun einen bedeutenden Innovationsschritt vollzogen: Die neu entwickelte Faserbündelanlage erreicht 3.000 Umdrehungen pro Minute und „liefert dabei konstant optimale Ergebnisse“.
Um präzise Qualität bei Glasfaserkabeln zu erzielen, werden optische und elektronische Systeme benötigt. Cersa MCI hat daher das LPS- Messgerät (Laser Projection Sensor) entwickelt, das die Kontrolle des Durchmessers des extrudierten Produkts auf drei unabhängigen Achsen ermöglicht und auch als Fehlerdetektor fungiert. „Mit 20.000 Messungen pro Achse und Sekunde ist es in der Lage, auch auf sehr schnellen Extrusionslinien sehr kleine und sehr kurze geometrische Fehler zu erkennen“, erläutert Cersa MCI.
Eine verheißungsvolle Zukunft
Damit Glasfaserkabel über höchste Qualität verfügen, hat Sikora Glasfaser-Mess- und Regelgeräte entwickelt, die im Ziehturm sowie in Kabelproduktionslinien für Präzision sorgen: „Erstklassige Ergebnisse sowie erhebliche Einsparungen in Material und Kosten inklusive“, betont das Unternehmen. Die Messtechnik für die Produktion von Glasfasern und Glasfaserkabeln umfasst bei Sikora spezielle Messgeräte für die Durchmessermessung, Zugkraftmessung, Detektion von Airlines, Messung der Mantel-Konzentrizität, Temperatur, Messungen der Dämpfung und Reflexion sowie Prüfgeräte zur Überwachung der Oberfläche.
Auf dem boomenden Glasfasermarkt wird höchste Qualität benötigt. Hersteller von Glasfaserkabeln benötigten daher neben Maschinen für den reinen Produktionsprozess im Ziehturm insbesondere Extruder, Abwickler, Aufwickler, Speicher, Abzüge, Kühlrinnen und verschiedene Messsysteme. Entsprechend groß ist daher die Nachfrage nach innovativen Maschinen. Mit ihnen erwartet die Kabelbranche eine verheißungsvolle Zukunft.
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