Das finnische Unternehmen Metso hat am 10. September eine Pilotanlage für die wasserstoffbasierte Eisenerz-Vorreduktion in Frankfurt in Betrieb genommen. Die Circored-Technologie könnte der Stahlindustrie den Weg zur Klimaneutralität ebnen.
Die Pilotanlage nutzt Wasserstoff als Reduktionsmittel für die kontinuierliche Vorreduktion von Eisenerz. Das System integriert Vorwärmung, Reduktion, Gasreinigung und Rückführsysteme für Wasserstoff und Staub. Elektrische Heizungen ermöglichen einen nahezu CO₂-neutralen Betrieb.
„Diese Pilotanlage markiert einen wichtigen Schritt beim Nachweis der Einsatzbereitschaft der Circored-Technologie”, erklärt Parizat Pandey, Direktor für Direktreduktion bei Metso. Die Anlage ermögliche die Validierung von Prozessparametern und unterstütze Kunden beim Übergang zu kohlenstoffarmer Stahlproduktion.
In der Frankfurter Anlage können verschiedene Eisenerz-Qualitäten getestet werden. Die gewonnenen Prozessdaten sollen dann in die Auslegung und Planung künftiger kommerzieller Anlagen im industriellen Maßstab einfließen. Gleichzeitig will Metso dadurch die Betriebsfenster für unterschiedliche Erzqualitäten definieren.
Integration in bestehende Produktionslinien
Der Direktreduktionsprozess lässt sich mit DRI-Schmelzofen oder anderen Schmelztechnologien kombinieren. Beide Technologien gehören zum Plus-Angebot des Unternehmens.
Mit der Investition in die Pilotanlage will das finnische Unternehmen sein Engagement für kohlenstoffarme Technologien in der Stahlproduktion unterstreichen.
Der finnische Technologiekonzern betreibt bereits ein Forschungszentrum in Frankfurt, wo zuvor andere Pilotprojekte durchgeführt wurden.
Metso entwickelt derzeit mit Kunden und Partnern mehrere konkrete Projekte für verschiedene Anwendungen, neben der Stahlproduktion auch zur Verarbeitung von Ilmenit (ein Titan-Eisenoxid-Mineral).