Die Essener Iqony Fernwärme GmbH, die zur Steag Iqony Group gehört, hat mit der zur Düsseldorfer Uniper SE gehörenden Uniper Kraftwerke GmbH eine Vereinbarung zum Kauf der Uniper Wärme GmbH geschlossen. Dies teilten die Partner am 4. August mit.
Die Steag Iqony Group verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, so ihre Position „als einer der größten Anbieter klimafreundlicher Wärme in Deutschland“ zu stärken. Für Uniper ist die Veräußerung Teil der Auflagen, die das Unternehmen nach dem EU-Beihilferecht erfüllen muss.
„Heute ist ein guter Tag für die Wärmewende in Deutschlands größter Metropolregion. Als Steag Iqony Group freuen wir uns sehr, den Zuschlag für die Übernahme des Fernwärmegeschäfts von Uniper erhalten zu haben. Denn als einer der größten Anbieter von klimafreundlicher Fernwärme können wir damit Netze im Ruhrgebiet effizient zusammenführen und damit auch die Dekarbonisierung weiter vorantreiben. Das ist Wärmewende made im Revier“, erklärt Dr. Andreas Reichel, CEO und Arbeitsdirektor der Steag Iqony Group. „Die Steag Iqony Group ist ein lokal verwurzeltes und verantwortungsvolles Unternehmen. Dieser Verantwortung kommen wir auch bei der Übernahme der Uniper Wärme nach. Wir freuen uns, den gut 130 Beschäftigten der Uniper Wärme mit unserer unternehmerischen Erfahrung eine klare und vertraute Perspektive geben zu können“, so Reichel.
15 Jahre Uniper-Wärmelösungen für das Ruhrgebiet
Die Ursprünge der Uniper Wärme GmbH, die seit über 15 Jahren im Ruhrgebiet umweltfreundliche Wärmelösungen anbietet, reichen bis in das Jahr 1964 zurück. Das Unternehmen versorgt über sein 750 km langes Fernwärmenetz über 14.400 Kunden mit Wärme und bezeichnet sich als „Experte in der effizienten Nutzung von Wärme, die bei der Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) entsteht“.
Darüber hinaus wird eine Reihe anderer umweltfreundlicher Alternativen für die Wärmeerzeugung genutzt. Dazu gehört Wärme aus Grubengas, Abwärme aus industriellen Prozessen sowie in Elektrokesseln und in dezentralen kleinen KWK-Anlagen erzeugte Wärme.
Uniper muss EU-Auflagen erfüllen
Am 20. Dezember 2022 hatte die EU-Kommission das Stabilisierungspaket für Uniper beihilferechtlich genehmigt. Im Rahmen der Genehmigung hat die EU-Kommission eine Reihe von strukturellen Abhilfemaßnahmen festgelegt, die Uniper umsetzen muss.
„Die EU-Auflagen erfordern den Verkauf der Uniper Wärme. Wir sind froh, mit der Steag Iqony Group einen Käufer gefunden zu haben, der den eingeschlagenen Weg fortführen und ein zuverlässiger Arbeitgeber für die gut 130 Kolleginnen und Kollegen sein wird“, so Uniper Wärme Geschäftsführerin Nikola Feldmann.
Im Anschluss an das nun erfolgte sogenannte Signing werden die behördlichen Genehmigungen eingeholt. Sobald diese vorliegen, erfolgt der Vollzug der Transaktion (das sog. Closing).