Das Kunststoff-Zentrum SKZ untersuchte gemeinsam mit Partnern die Langzeitwirkung mechanischer Belastungen durch moderne Reinigungstechnik auf Rohrsysteme. Für Hersteller, Betreiber und Dienstleister ergaben sich aus den Praxistests wertvolle Erkenntnisse, die das SKZ Ende Juli bekanntgab.
Kunststoffrohre sind heute ein fester Bestandteil des Leitungsbaus – sei es für die Versorgung mit Trinkwasser, die Ableitung von Abwasser oder den Einsatz in der Industrie. Im laufenden Betrieb müssen sie allerdings regelmäßig Reinigungs- und Spülungen standhalten, die sowohl das Rohr selbst als auch seine Verbindungen beanspruchen. Die zentrale Frage lautet daher: Wie widerstandsfähig sind Kunststoffrohrsysteme unter diesen mechanischen Belastungen wirklich?
Genau diesem Thema widmet sich das Kunststoff-Zentrum SKZ in einem praxisnahen Forschungsprojekt. Unterstützt wird es dabei von zwei Partnern: der Kanal Türpe GmbH, einem Spezialisten für Rohr- und Kanalreinigung, sowie der USBDÜSEN GmbH, einem führenden Anbieter leistungsstarker Reinigungsdüsen.
„Wir simulieren unter realitätsnahen Bedingungen den Einsatz moderner Rohrreinigungstechnik in Kunststoffleitungen. Ziel ist es, belastbare Aussagen über die Langzeitbeständigkeit und Dichtheit von Rohrsystemen nach wiederholter Beanspruchung zu treffen“, erklärt Stefan Weippert, Gruppenleiter für Druckprüfungen am SKZ.
Grundlage für zuverlässigen Betrieb
Die Tests werden entweder individuell nach den Vorgaben der Kunden oder anhand bewährter technischer Standards durchgeführt – darunter beispielsweise die DIN EN 12056-2, die DWA-TR 14920 oder die QPLUS-Kriterien. Auf diese Weise erhalten Rohrproduzenten, Netzbetreiber und Dienstleister eine fundierte Basis, um ihre Systeme gezielt zu prüfen, deren Qualität nachzuweisen und einen zuverlässigen Betrieb auf lange Sicht sicherzustellen.
Manuel Schwab, Vertriebsleiter der USBDÜSEN GmbH, betont den Nutzen für die Branche: „Unsere Reinigungsdüsen entfalten enorme Kräfte – da ist es entscheidend, dass das Rohrmaterial nicht nur kurzfristig, sondern über viele Jahre hinweg standhält. Die gemeinsame Prüfung mit dem SKZ schafft Vertrauen bei unseren Kunden und hilft, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen.“
Aufgrund der intensiven Kooperation mit der Kanal Türpe GmbH können reale Reinigungsabläufe authentisch nachgestellt werden. Dadurch lässt sich die Widerstandsfähigkeit von Kunststoffrohren unter praxisnahen Bedingungen beurteilen – was verlässliche und anwendungsnahe Prüfergebnisse gewährleistet.