Gasunie hat laut Informationen vom 17. September gemeinsam mit der Friedrich Vorwerk Unternehmensgruppe in Buchholz in der Nordheide die erste emissionsarme Baustelle Norddeutschlands umgesetzt. Ziel des Pilotprojekts ist es, das bestehende Erdgasnetz auf den künftigen Transport von Wasserstoff vorzubereiten und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß beim Leitungsbau erheblich zu reduzieren.
Kernstück der Baustelle ist ein wasserstoffbetriebener Generator in Kombination mit einem Energiespeicher, die Baustelle und Maschinen mit Energie versorgen. Zum Einsatz kommen ein vollelektrischer Bagger, ein Radlader sowie weitere akkubetriebene Werkzeuge. Auch die Container sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Der gesamte Baustellenverkehr wird vollelektrisch abgewickelt.
Umweltminister Christian Meyer betonte, dass der Einsatz von Wasserstoff, Photovoltaik und vollelektrischen Baufahrzeugen ein wichtiger Schritt in die Zukunft sei. Die Umstellung des Netzes auf grünen Wasserstoff bezeichnete er als Meilenstein für den Klimaschutz und lobte den klimaschonenden Bauprozess. Gasunie-Geschäftsführerin Britta van Boven erklärte, die Baustelle in Buchholz zeige das konsequente Vorgehen hin zu einer emissionsfreien Wasserstoff-Infrastruktur. Nachhaltigkeit habe für Gasunie hohe Priorität, zugleich verwies sie auf den zunehmenden Kostendruck durch Regulierung. Torben Kleinfeldt, CEO der Friedrich Vorwerk SE, hob hervor, dass sich die Energiewende auf den Baustellen entscheide. Das Projekt mache deutlich, dass komplexe Infrastruktur mit moderner, emissionsarmer Technik zuverlässig umgesetzt werden könne und sei ein Signal an die Branche.