Am 19. Februar 2026 hat die GMH Gruppe das neue Start-up ProMateria ins Leben gerufen. Dieses Unternehmen soll als Vorreiter in der Herstellung von Metallpulvern und in der additiven Fertigung mit stickstoffreichem Stahl fungieren. Mit dieser Gründung baut die GMH Gruppe ihre Rolle als industrieller Innovator weiter aus. Ziel ist es, mithilfe neuartiger Werkstoffe und Fertigungstechnologien neuartige Hochleistungsbauteile für Branchen wie die Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Luxusgüterindustrie, den Maschinenbau und den Energiesektor zu ermöglichen.
ProMateria vereint das technologische Know-how und die Innovationskraft der GMH Gruppe mit modernen Verfahren der pulvermetallurgischen und additiven Fertigung. Im Zentrum steht der Einsatz von hochstickstofflegierten Stählen (High Nitrogen Steel / HNS). Dank eines breiten Werkstoffangebots sollen Fertigungslösungen möglich werden, die eine völlig neue industrielle Freiheit in Bezug auf Leistung, Design und Nachhaltigkeit bieten.
„Der metallische 3-D-Druck ist reif für die Serienfertigung. Mit ProMateria kombinieren wir eigene Pulverproduktion, additive Fertigung und Finalbearbeitung für neue Potenziale in Bezug auf Leistung, Design und Nachhaltigkeit“, sagt Philip Stöhr, Kaufmännischer Geschäftsführer von ProMateria.
Strategische Innovation und Nachhaltigkeitsaspekte
ProMateria wurde aus der Vision geboren, die Grenzen der Stahlverarbeitung im 21. Jahrhundert neu zu definieren. Das Start-up ist so aufgestellt, dass es sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile bieten kann: Hochstickstofflegierter Stahl kombiniert unter anderem hohe Korrosionsbeständigkeit mit Festigkeit, Härte und Biokompatibilität. Zusätzlich deckt ProMateria die interne Nachfrage der GMH Gruppe nach Ersatzteilen ab und reagiert auf eine wachsende Marktnachfrage nach additiv gefertigten Bauteilen.
„Wir investieren in einen schnell wachsenden Zukunftsmarkt. Unsere Stahlkompetenz trifft auf modernste Fertigungstechnologie. Das Ergebnis: neue Standards in Präzision, Designfreiheit und Nachhaltigkeit“, sagt Dr. Alexander Becker, CEO der GMH Gruppe.
Produktionsschwerpunkte und Anwendungen
ProMateria setzt zwei zentrale Schwerpunkte:
- Metallpulverproduktion:
Das Unternehmen stellt hochstickstofflegierte Metallpulver in einem speziellen Hochdurchsatzverfahren her. Die Produktion deckt Mengen von 25 bis 10.000 Kilogramm ab und eignet sich damit sowohl für Prototypen als auch für Serienfertigung. Die Qualitätskontrolle ist nach ISO 9001 zertifiziert, und der Rohstoff stammt unter anderem von der Schwesterfirma Energietechnik Essen GmbH.
- Additive Serienfertigung:
Mittels desMoldJet-Verfahrens und eigens entwickelter Metallpasten können Prototypen und Serienbauteile mit komplexen Geometrien produziert werden. Die Technologie unterstützt vielfältige Materialien wie Edelstahl, Werkzeugstahl, Hochtemperaturlegierungen, Titan und Keramik und kombiniert so Leistungsfähigkeit und Kosteneffizienz.
Beispiele für Anwendungen reichen von medizinisch qualitätsgerechten Metallpulvern als Alternative zu kobalt- und nickelbasierten Legierungen bis hin zur individuellen Produktion von Golfschlägern über eine App-gesteuerte Designintegration – alles demonstriert die Vielseitigkeit der neuen Fertigungslösungen.
Transformation der GMH Gruppe: Tradition trifft Technologie
Mit ProMateria zeigt die GMH Gruppe, wie ein traditioneller Stahlproduzent zur treibenden Kraft moderner industrieller Innovation werden kann. Durch die Verknüpfung fortschrittlicher Werkstoffe mit digitaler Fertigung gestaltet die Gruppe den sogenannten Wandel vom traditionellen Stahl zur digitalen Fertigung – flexibel, nachhaltig und zukunftsorientiert.