Storengy Deutschland erhält von der EU im Rahmen des Connecting‑Europe‑Facility‑Programms (CEF) eine Förderung von bis zu 4,5 Mio € für vorbereitende Studien zum Wasserstoffspeicherprojekt SaltHy im niedersächsischen Harsefeld (Region Stade). Das sogenannte Grant Agreement wurde am 18. Juni 2025 unterzeichnet.
CEF unterstützt gezielt grenzüberschreitende Infrastrukturvorhaben in den Bereichen Verkehr, Energie und digitale Dienste. SaltHy wurde als Project of Common Interest (PCI) eingestuft – ein wichtiger Schritt, um Zugang zu EU‑Fördermitteln zu erhalten.
Geplante Einsatzbereiche der Fördermittel
Die Fördergelder decken 50 % der Studienkosten im Umfang von rund 9 Mio €. Sie werden für verschiedene Arbeitspakete verwendet:
- Engineering (Untertage, Obertage, Solanlage)
- Genehmigungsverfahren & Stakeholder‑Management
- Risiko-, HSE- und Qualitätsmanagement
Standortvorteile & strategische Bedeutung
Das Projektgebiet liegt ideal an den Importrouten von Wasserstoff aus Dänemark und den Niederlanden. Mit Blick auf die deutsche und europäische Wasserstoffinfrastruktur ist die Lage in Norddeutschland strategisch bedeutend, insbesondere da erste Abschnitte des H₂-Kernnetzes dort bereits 2028 ans Netz gehen sollen.
„Dank der Fördermittel der Connecting Europe Facility können wir den nächsten Schritt in der Umsetzung unseres Projektes SaltHy gehen. Unser Wasserstoffspeicher in Harsefeld wird dank seiner Lage an der Kreuzung der Importrouten aus Dänemark und den Niederlanden eine Wirkung über die Grenzen Deutschlands hinweg entfalten.“
– Matthieu Keime, Bereichsleiter Wasserstoffspeicherung bei Storengy Deutschland.
Projektumfang & Zeitplan
- Zwei unterirdische Salzkavernen mit jeweils circa 7 000 t Arbeitsgasvolumen, ausgelegt für 100 % Wasserstoffspeicherung
- Inbetriebnahme der ersten Kaverne geplant für 2032, die zweite für 2034
- Nachfolgend soll der bereits bestehende Erdgasspeicher auf Wasserstoffbetrieb umgestellt werden
Bedeutung für die Energiewende
Wasserstoffspeicher sind eine Schlüsseltechnologie, um schwankende Produktion (insbesondere grüner H₂) mit dem Verbrauch in Einklang zu bringen. Das SaltHy-Projekt trägt so zur Dekarbonisierung und zur Stärkung der Versorgungssicherheit bei. Zudem hilft es, die industrielle Nutzung von Wasserstoff in Deutschland und Europa voranzutreiben.