Die drei am Wasserstoff-Importkorridor H2med beteiligten Gasnetzbetreiber haben einen wichtigen Meilenstein für das Projekt verkündet: Enagás (Spanien) – über ihre Tochtergesellschaft Enagás Infraestructuras de Hidrógeno (EIH) –, NaTran und Teréga (Frankreich) haben die Gesellschaftervereinbarung für BarMar unterzeichnet.
Die Vertragsvereinbarung sieht die Gründung eines Joint Ventures vor. Dieses soll sich der Entwicklung des PCI-Projekts BarMar widmen. Dabei handelt es sich um eine Pipeline für erneuerbaren Wasserstoff, die Barcelona (Spanien) mit Marseille (Frankreich) verbinden soll. Diese Leitung bildet zusammen mit dem CelZa-Pipelineprojekt einen bedeutenden Teil des H2med-Korridors. Die drei Gasnetzbetreiber hatten bereits im Juni 2024 eine Vereinbarung dazu getroffen. Das Joint-Venture schafft eine klare Struktur und soll die Realisierung von BarMar beschleunigen. Der H2med-Importkorridors soll bis etwa 2030 rund 10 % des europäischen H2-Verbrauchs decken. H2med-Partner sind die Unternehmen Enagás, NaTran, OGE, REN und Teréga.
BarMar als Fundament
Das Joint-Venture, das seinen Sitz in Südfrankreich (Region Sud-Provence-Alpes-Côte d’Azur) hat, bildet das Rückgrat des BarMar-Projekts. Die Anteile splitten sich auf EIH-Enagás mit 50 %, NaTran mit 33,3% und Teréga mit 16,7%, was den Anteilen im H2med-Projekt entspricht. An diesem sind Spanien und Frankreich zu je 50 % beteiligt. Chief Executive Officer (CEO) des neuen Unternehmens ist Francisco Pablo de la Flor García von Enagás, der seit mehr als 35 Jahren in der Energie- und Erdgasbranche tätig ist.
Die kürzlich unterzeichneten Fördervereinbarungen mit der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) für die Projekte BarMar und CelZa (Celorico–Zamora) stärkt die Dynamik des Projekts. Die zugesagten Förderungen entsprechen zu 100 % den (im Rahmen der Connecting Europe Facility) beantragten Mittel und decken 50 % der Entwicklungskosten. Diese Mittel sind für den Start der technischen Studien, der maritimen Untersuchungen und der Umweltverträglichkeitsprüfungen, die für das Genehmigungsverfahren erforderlich sind, von entscheidender Bedeutung.