16.01.2018

Durit Hartmetall GmbH

Maßarbeit am Rohr. Hier kommt Präzision zum Zug.


Die Ansprüche steigen. DURIT zieht mit. Was das konkret bedeutet, macht eine Reihe von Beispielen aus der Rohrfertigung deutlich.

Während der Herstellung von Rohren fallen etliche Ziehoperationen an, die den eingesetzten Werkzeugen und Komponenten ein Maximum an Genauigkeit, Ausdauer und Stabilität  abverlangen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind Standardlösungen nicht das geeignete Mittel.

Vielfalt mit individuellen Eigenschaften

Deshalb geht DURIT einen anderen Weg. Im Fokus steht zunächst die Aufgabe, vor Ort in der Produktion herauszufinden, welche speziellen Eigenschaften die verschiedenen Werkzeuge haben müssen, die im Verlauf eines Ziehprozesses zur Anwendung kommen. Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Art des zu ziehenden Metalls. Davon hängt letztlich auch die Zusammensetzung des Materials ab, aus dem die DURIT-Werkzeuge zweckbestimmt gefertigt werden. Das Unternehmen aus Wuppertal setzt dabei auf seine langjährige Hartmetallkompetenz und ist daher in der Lage, eine Bandbreite von maßgeschneiderten Werkzeugen für die Rohrherstellung auf HighTech-Niveau anzubieten.

Heinz-Achim Kordt, bei DURIT verantwortlich für den Bereich Konstruktion, erklärt dazu: „In der Rohrfertigung ist Werkzeugvielfalt gefragt. Denn nur so erreicht man punktgenau ein wirklich optimales Resultat, das den hohen Erwartungen des Anwenders entspricht. Aus diesem Grund gehören nicht nur Ausführungen aus Vollhartmetall zum DURIT-Programm, sondern ebenso Verbundwerkzeuge aus hochwertigen Werkstoffkombinationen. Diese Verbindungen aus Hartmetall und Stahl zeichnen sich durch qualitätsentscheidende Vorteile aus.“

Eine Frage von Härte und Korngröße

 Ziehmatrizen beispielsweise verfügen über eine außerordentliche Formgenauigkeit sowie über eine exzellente Oberflächengüte. Eine gut durchdachte Konstruktion unterstützt die positiven Werte. Der direkte Verschleißbereich des Werkzeugs besteht aus Hartmetall der Korngröße Medium oder Fein. Die Stahlfassung, die den Hartmetallring umschließt, übernimmt gleich mehrere Aufgaben. Zum einen fängt sie die Zugkräfte der auftretenden Schubspannung auf, zum anderen dient sie zum Befestigen in der Ziehanlage. Außerdem senkt der Stahl das Gesamtgewicht des Werkzeugs und somit auch die Kosten.

Welche Hartmetall-Korngröße die beste ist, muss von Fall zu Fall geklärt werden. Beim Ziehen von NE-Metallen haben sich vor allem Feinkornsorten sehr gut bewährt. Ihre homogene Oberflächenstruktur und die geringe Neigung zu Kaltaufschweißungen nach dem Anpassen an den jeweiligen Ziehprozess machen sie zum idealen Werkstoff für diese Aufgabe. Im Anschluss an den Ziehvorgang werden sogenannte Schälscheiben eingesetzt, um die Oberfläche zu säubern und Maßhaltigkeit herzustellen. Hier ist ebenfalls eine Version aus feinkörnigem Hartmetall die erste Wahl. Denn die vergleichsweise hohe Kantenstabilität des Werkstoffs führt dazu, dass derartige Schälscheiben wesentlich länger halten.

Beim Ziehen von Stahl oder Edelstahl rücken andere Kriterien in den Mittelpunkt. Hier kommt es hauptsächlich auf die richtige Kombination von vorzugsweise exzellenter  Oberflächenbeschaffenheit und hoher Festigkeit an. Auch für diese Anforderung hat DURIT die geeignete Hartmetallsorte im Programm. Und zwar eine mittelkörnige Mischung, die eine höhere Schlagzähigkeit als ein Feinkorn besitzt. Diese Eigenschaft ist wichtig, da beim Anfahren der Anlage punktuell hohe Kräfte auftreten und der nachfolgende Ziehprozess einen äußerst harten Werkstoff erforderlich macht.

Vorteile im Verbund

Zu den typischen Verbundwerkzeugen aus dem Hause DURIT zählen unter anderem auch diese zwei Varianten: Auf der einen Seite Spannbacken, die beim Ziehen der Rohre für den Vorschub sorgen. Andrerseits Prismenbacken, die beim Trennen der Rohre zum Festklemmen gebraucht werden. Bei beiden Prozessen sind besondere Druckfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb gefragt. Da Abrasion lediglich an den Kontaktflächen der Spannbacken auftritt, werden die verschleißgefährdeten Zonen aus Hartmetall gefertigt. Stahl als Trägerwerkstoff hat wiederum den Bearbeitungsvorteil, dass Gewindebohrungen und andere Befestigungen ohne viel Aufwand herzustellen sind.

Unempfindlich gegen Hitze

Um einen Sonderfall handelt es sich bei den Schabestählen, die zum Abziehen von Rohr-Schweißnähten benötigt werden. Für diese spezielle Anwendung hat DURIT die Beschichtung PVD Galaxy® entwickelt. Sie schafft die Voraussetzung dafür, die Werkzeuge nach dem Schweißen bei Höchsttemperaturen von über 1000 Grad Celsius einzusetzen. Zugleich sinken durch die Verbindung aus verschleißfestem Hartmetall und hitzebeständiger PVD-Beschichtung die Kräfte von Reibung und Adhäsion. Damit steigt die Leistungsfähigkeit der Werkzeuge auf einen neuen Höchststand.

Wie die Anwendungsbeispiele zeigen, hat die verwendete Hartmetallsorte großen Einfluss auf das Produktionsergebnis. Denn durch das Anpassen an den Ziehprozess lassen sich überdurchschnittlich lange Standzeiten für das entsprechende Werkzeug aus Hartmetall erreichen. Mit einer bedarfsgerechten Auswahl stellt DURIT sicher, dass die einzelnen Sorten dank ihrer spezifischen Zusammensetzung exakt den jeweiligen Ansprüchen genügen.

Ausstellerdatenblatt